Heizen und Lüften
Die Heizperiode steht kurz bevor, obwohl man dieses Jahr das Gefühl hatte, sie hat nie aufgehört. Jedenfalls sollte Sie gut gerüstet sein und nachstehend einige Hinweise für richtiges Lüften. Die Meinungen über dieses Thema gehen weit auseinander und mancher Mieter bzw. Vermieter wundert sich über plötzlichen Schimmelbefall in der Wohnung.
Der Fehler liegt hier oft an einer unzureichenden Belüftung bzw. Beheizung der Wohnung. Im Mietvertrag sollte explizit ein Passus über Heizen und Lüften stehen. Der Link beschreibt ausführlich, welche Auswirkungen richtiges Heizen und Lüften auf Ihre Gesundheit hat.

Energieausweis
Ab 2008 wird für alle Wohnimmobilien, die vermietet oder verkauft werden, der sogenannte Energieausweis verpflichtend. Diese Ausweise können sowohl auf der Grundlage des errechneten Energiebedarfs einer Immobilie als auch des tatsächlich gemessenen Verbrauchs erstellt werden. Für Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten wird der strengere bedarfsorientierte Ausweis zur Pflicht. Bei allen größeren Häusern mit mehr als vier Wohnungen kann zwischen den beiden Methoden gewählt werden. Grundsätzlich empfiehlt die Firma ER.GO schon jetzt einen Energieausweis erstellen zu lassen, wenn staatliche Fördermittel in Anspruch genommen werden sollen.

Sie sollten als Verkäufer oder Vermieter aktuell einen Energieausweis besitzen. Der Ausweis ist auf Verlangen eines Mieters oder Käufers vorzuzeigen. Es besteht keine Aushändigungs- oder Überlassungspflicht. Energieausweise unterliegen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Bei Mehrfamilienhäuser als WEG kümmert sich in der Regel der Hausverwalter um die Beschaffung.

Was Sie tun können um Energie zu sparen
Die neueren Gebäude kommen - gut über den Winter! Aber was ist mit den Älteren? In einem älteren Mehrfamilienhaus, überwiegend von Mietern bewohnt, sind die Eigentümer nur in dringenden Fällen bereit, Geld für Energieeinsparung auszugeben. Wer dennoch etwas tun möchte, hier ist ein hilfreicher Link der Firma ErGo in Bad Vilbel. Marco Erlenbeck und Gabriele Neimke beschäftigen sich seit langer Zeit zum Thema Energie. Stromverbrauch
Der Strom kommt aus der Dose! Aber was zahle ich dafür? Im Internet gibt es jede Menge Anbieter, welche alle ihren Tarif als den Besten anbieten. In den meisten Fällen wird von einem jährlich Verbrauch für einen Singlehaushalt von ca. 1.600 kwh, für ein Paar ca. 2.800 kwh, eine Familie ca. 3.800 kwh und eine Familie mit einem Einfamilienhaus von ca. 6.000 kwh ausgegangen. Nach unseren Erfahrung sind diese Richtwerte recht hoch angesiedelt.

Sie finden hier eine PDF Datei mit Werten von Check24.de. Bitte beachten Sie bei den reichlichen Stromanbietern folgendes:
- Mindestvertragsdauer?
- Mindestabnahmemenge?
- Mehrkosten bei Überschreitung der Menge?
- Festschreibung der Konditionen für wie lange?
- Welche Energie wird zur Verfügung gestellt (Öko, Atomkraftwerk etc.)?

Strom erfassen für Ihren eigenen Überblick
Eine Hilfe für eine Erfassung von einzelner Stromquellen bieten die Energieverbrauchs-Messgeräte. Sie werden zwischen Steckdose und Energieverbraucher geschaltet. Über die eingebaute Zählfunktionen können Sie den tatsächlich verbrauchten Strom der jeweiligen Quelle mit der Herstellerangabe des Verbrauchers vergleichen. Achten Sie beim Kauf auf folgende Eigenschaften:
- Betriebsspannung 230 V
- Schalt-und Messlast max. 16 A
- Wirkleistung bis mindestens 3500 W
- Anzeige des Energieverbrauchs in kWh
- Anzeige Energieverbrauch in EURO
In der Regel lohnt sich die Anschaffung. Sie werden erstaunt sein, was z.B. so mancher Kühlschrank an Strom frißt und wie sich Energiesparlampen auf den Verbrauch auswirken.
Die sogenannte zweite Miete, die Nebenkosten nehmen in den letzten Jahren eine dramatische Entwicklung nach oben. Für den Mieter bedeutet dies: Achten Sie bei der Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses auf diese zweite Miete. Nachstehend haben wir die einzelnen Posten vom Deutschen Mietbund und der Stadt Frankfurt von 2008 aufgeführt.

Umlageberechnung des DMB 2008   Vergleich Mietspiegel 2008 Stadt Ffm
€/m²     €/m²  
Grundsteuer 0,19   Grundsteuer         0,19 €  
Versicherung 0,13   Versicherung         0,12 €  
Wasser/Abwasser 0,39   Wasser/Abwasser         0,35 €  
Heizung 0,9   Heizung         1,09 €  
Warmwasser 0,28   Warmwasser   in Heizung
Müll 0,19   Müll         0,26 €  
Schornstein 0,04   Schornstein         0,04 €  
Versicherung/Mieter 0,08   Versicherung/Mieter         0,12 €  
Sonstige 0,05   Sonstige         0,03 €  
Antenne/Kabel 0,11   Antenne/Kabel   8,50 mtl.
Gesamt/Haus 2,36   Gesamt/Haus         2,20 €  
         
Aufzug 0,11   Aufzug 0,15  
Straßenreinigung 0,05   Straßenreinigung 0,07  
Gebäudereinigung 0,14   Gebäudereinigung 0,13  
Gartenpflege 0,09   Gartenpflege 0,09  
Allg. Strom 0,05   Allg. Strom 0,05  
Hauswart 0,19   Hauswart 0,14  
Gesamt/Wohnung 0,63   Gesamt/Wohnung 0,63  
plus Gesamt/Haus 2,36   plus Gesamt/Haus 2,2  
2,99     2,83  

Die vorstehende Liste ist ein Vergleich aus dem Jahr 2008 des Mietspiegels der Stadt Frankfurt und eine Herausgabe des Deutschen Mieterbundes. Wie Sie dem Vergleich entnehmen können, weichen beide Angaben nicht deutlich voneinander ab.

Die Erläuterungen zu der Tabelle ist hierzu im Einzelnen :
- Grundsteuer. Die Grundsteuer wird von den einzelnen Komunen erhoben und ist voll umlagefähig.
- Wasser/Abwasser. Die Kosten für Wasser und Abwasser einschließlich eventueller Gebühren für Wasseruhren werden ebenfalls von den Komunen erhoben. Auch die Ableitung von Regenwasser wird von den Komunen erhoben.
- Straßenreinigung, Müllabfuhr. Wird von den Komunen in Rechnung gestellt und sind umlagefähig
- Versicherungen. Umlagefähig und auch Pflicht sind Gebäudeversicherungen gegen Feuer-, Sturm- und Wasserschäden, Glasversicherungen sowie Haftpflichtversicherungen für Gebäude, Öltank und Aufzug.
Dies entbindet den Mieter nicht von der Pflicht eine Versicherung abzuschließen, welche durch ihn verursachte Schäden innerhalb der Wohnung oder am Gebäude abdeckt. Hier empfiehlt sich eine entsprechende Haftpflichtversicherung, welche die genannten Schäden abdeckt. Sprechen Sie mit Ihrem Versicherungsvertreter bei Neuabschluss bzw. Wohnungswechsel.
- Hauswart oder Hausmeister. Wenn ein Hausmeister für eine Wohnanlage eingesetzt ist, so sind die entsehenden Kosten hierfür umlagefähig.
- Hausreinigung. Das gleiche gilt für Reinigungskräfte, welche z.B. Treppenhaus, Flure im Keller etc. reinigen
- Schneebeseitigung. Wenn dies nicht unter Hausmeisterkosten fällt, wird dieser Dienst von externen Firmen ausgeführt und ist umlagefähig
- Kabel bzw. Breitbandantenne. In vielen Wohnanlage gibt es einen sogenannten Sammeltarif von dem jeweiligen Kabelbetreiber. Die Preise hierfür sind unterschiedlich, richten sich nach der Größe der Wohneinheit und beginnen in der Regel bei 8,50 Euro im Monat. Hierzu gibt es die unterschiedlichsten Auffassungen der Gerichte bezüglich der Umlagefähigkeit. So mancher Mieter argumentiert damit, dass er kein Fernsehen schaut, anderen wiederum ist das Angebot der Kabelbetreiber nicht ausreichend.
Diese Thema wird noch gesondert in dem Newsletter im November behandelt. Wir zeigen Ihnen auf, wann eine Satelitenanlage erlaubt ist bzw. zu dulden ist etc.

Nebenkosten muss der Mieter zusätzlich zur Miete nur dann zahlen, wenn dies im Mietvertrag wirksam vereinbart ist. Gemäß §555 Abs. 1 BGB, § 19 Abs. 2 Wohnraumförderungsgesetz und der Betriebskostenverordnung dürfen als Nebenkosten nur vereinbart werden.

- Schornsteinfeger. Die damit verbundenen Kosten sind umlagefähig. Für Häuser, Reihenhäuser und dergleichen ist der Mieter verpflichtet, den Schornsteinfeger 1x im Jahr zu bestellen und Reinigung- sowie Wartungsarbeiten auf seine Kosten durchführen zu lassen.
- Aufzugskosten. Ist ein Aufzug vorhanden, so sind die anfallenden Kosten für Instanhaltung, Wartung etc. umlagefähig. Dies gilt auch leider für die Bewohner im Erdgeschoß. Mancher Mieter hat hier schon vergeblich geklagt. Sollten Sie diesbezüglich andere Erfahrungen haben, teilen Sie uns dies bitte mit.
- Hausbeleuchtung. Ebenfalls ein umlagefähiger Posten. Gilt ebenfalls für Außenanlagen.
- Gartenpflege. Neben den Kosten für mähen des Rasend, rückschneiden der Pflanzen, auch eventuelle Pflege von Spielplätzen in der Wohnanlage sind umlagefähig.
- Ungezieferbekämpfung. Umlagefähig? Auch wenn Sie es nicht für möglich halten; auch bei uns gibt es Ungeziefer. Zum Beispiel Ameisen, welche bekämpft werden müssen. Von anderem Getier ganz zu schweigen. Also - umlagefähig.
- Sonstige Kosten. Sollten gesonderte Kosten für z.B. Schwimmbad, Sauna o.ä. anfallen sind diese vom Vermieter genau anzugeben. Diese Kosten sind ebenfalls umlagefähig.

Nebenkosten muss der Mieter zusätzlich zur Miete nur dann zahlen, wenn dies im Mietvertrag wirksam vereinbart ist. Gemäß §555 Abs. 1 BGB, § 19 Abs. 2 Wohnraumförderungsgesetz und der Betriebskostenverordnung dürfen als Nebenkosten nur vereinbart werden.